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Obruchev Sergei - Flug über die östliche Arktis (1933) (Originalausgabe)

Dhs. 193.00 - Dhs. 193.00
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Dhs. 193.00

Mit dem Flugzeug im östlichen Arktisgebiet

Sergei Obruchev (1933)

LENINGRAD VERÖFFENTLICHUNG DES ARKTIS-INSTITUTS DER SOWJETUNION

Autor: Sergei Wladimirowitsch Obruchew (1891–1965), sowjetischer Geologe und Entdecker, Pionier der Erforschung Sibiriens und der Arktis.

Organisatoren:

  • Arktis-Institut der UdSSR (geleitet von Otto Schmidt);
  • Komseverput (Kommissariat für Nördliche Seewege);
  • Union der Geologen (Sojusgeorazwedka);
  • Wostoksoloto (Ost-Goldgesellschaft).

Zu dieser Zeit war die sowjetische Fernost-Arktis (Tschukotka, Korjakien, Ochotskisches Meer):

  • Kaum oder gar nicht kartografiert (insbesondere Gebiete zwischen dem Ochotskischen Meer und den Flüssen Indigirka und Kolyma);
  • Unzugänglich zu Land (fehlende Straßen, unwegsames Gelände, extremes Klima);
  • Strategisch wichtig für die Erkundung von Naturressourcen (Gold, Öl, Kohle), die sowjetische Souveränität über die Arktis und das geologische Verständnis der Verbindung zwischen Asien und Amerika.

Das Flugzeug: Dornier Wal „H1“

  • Wasserflugzeug (amphibisch): Kann auf Wasser oder Land landen;
  • 2 Tandemmotoren: je 600 PS (insgesamt 1.200 PS);
  • Reisegeschwindigkeit: 150–180 km/h;
  • Reichweite: 8–10 Stunden (bei vollem Tank);
  • Besatzung: 6 Personen (2 Piloten + 4 Wissenschaftler/Techniker).
  • Besondere Merkmale:
    • Rumpf aus Duralumin (leichtes, korrosionsbeständiges Metall);
    • Seitenschwimmer; klappbare Flügel (für Transport);
    • 3 Kabinen;
    • Allgemeine Duralumin-Korrosion (entspricht Rost bei Aluminium);
    • Rumpfboden bei einer Schneelandung 1930 durchbohrt (Rettungsmission für einen amerikanischen Piloten).

Route: Krasnojarsk → Irkutsk → Baikalsee → Chabarowsk → Ochotskisches Meer → Kamtschatka → Tschukotka → Wrangel-Insel → Anadyr

  • Gesamtstrecke: Über 10.000 km (davon 8.000 km im Flug).
  • Dauer: 3 Monate (Juni–September 1932).

Geografische und wissenschaftliche Beiträge

  1. Kartografie:
    • Erste genaue Karte von Tschukotka und Nordostsibirien;
    • Korrektur von Fehlern in bestehenden Karten (z. B. war Parapolsky Dol keine Gebirgsbarriere);
    • Entdeckung gletscherbedeckter Seen (z. B. Maina-Pilgyn);
    • Vermessung von Gebirgsketten (z. B. Korjaken-Hochland).
  2. Geologie:
    • Beweise für die Plattentektonik:
      • Trennung zwischen Kamtschatka und dem Festland (tektonischer Graben);
      • Verbindung zwischen Asien und Amerika (über die Beringstraße).
    • Mineralische Ressourcen:
      • Gold (Nebenflüsse der Kolyma);
      • Öl (Spuren in Gesteinen);
      • Kohle (Sedimentbecken).
  3. Meteorologie:
    • Untersuchung der Nebel über dem Ochotskischen Meer;
    • Beobachtung von Treibeis (Strömungsdynamik).
  4. Biologie:
    • Arktische Fauna: Robben, Walrosse, Weißwale; Braunbären, Polarfüchse, Rentiere.
    • Flora: Tundra, Sümpfe, Lärchenwälder.

Beiträge zur Polarluftfahrt

  1. Machbarkeitsnachweis:
    • Erster Langstreckenflug in der Arktis mit einem schweren Wasserflugzeug (Dornier Wal);
    • Anpassung an Extrembedingungen (Nebel, Schnee, Wind).
  2. Innovative Techniken:
    • Tiefflug (10–20 m über dem Wasser), um Wolken zu umgehen;
    • Landungen auf Lagunen (keine Startbahnen);
    • Reparaturen im Flug (z. B. Verstopfung in einer Leitung mit einem Lappen behoben).
  3. Lehren für zukünftige Expeditionen:
    • Notwendigkeit zuverlässiger Motoren;
    • Bedeutung der Logistik (Treibstoff, Ersatzteile);
    • Pilotenausbildung für polare Bedingungen.

Humanitäre Beiträge

  1. Rettung der Wrangel-Insel:
    • Lieferung von 200 kg Vorräten;
    • Evakuierung von 6 Personen (darunter Kranke);
    • Verhinderung einer Hungersnot (4. aufeinanderfolgender Winter ohne Nachschub).
  2. Unterstützung der lokalen Bevölkerung:
    • Transport von Medikamenten;
    • Logistische Hilfe (z. B. Material für Handelsstationen).
  3. Stärkung der Verbindungen zwischen Moskau und der Arktis:
    • Erster Kontakt mit isolierten Dörfern;
    • Sensibilisierung für die Bedeutung der Luftfahrt für die Regionalentwicklung.

Vermächtnis

  • Obruchew wurde eine führe Persönlichkeit der sowjetischen Arktisforschung;
  • Der Dornier Wal bewies seine Zuverlässigkeit für Polarmissionen;
  • Die Wrangel-Insel wurde gerettet, und die sowjetische Präsenz in der Arktis wurde gestärkt;
  • Die gesammelten Daten dienten als Grundlage für zukünftige Expeditionen (z. B. Papanin-Expeditionen in den 1930er Jahren);
  • Der Bericht inspirierte Generationen von Entdeckern und Wissenschaftlern.